Da die Barfüßerkirche um 1890 - als einzige katholische Kirche in Pforzheim - viel zu klein geworden war, hatte man eine neue Kirche in der Nähe des Bahnhofs hinter der Nordstadtbrücke gebaut, die für alle Katholiken in und um Pforzheim Platz und Raum bieten sollte.
Trotz der ungünstigen Lage neben dem unscheinbaren Bahngelände setzt die Kirche ein markantes Zeichen, indem sie sich in die auffälligen Baudenkmäler der Stadt Pforzheim einreiht.
Architekt dieser Kirche ist Adolf Williard (1832-1923) aus Karlsruhe. Schüler von Heinrich Hübsch. Bei einer Reise durch Italien kam er zu der Erkenntnis, dass die neue Architektur in einer Verschmelzung der bisherigen architektonischen Eindrücke liege. So waren es frühchristliche, romanische, gotische, Renaissance-und Barockformen, die diese neue Kirche prägten. Damit stellte sie sich als typisches Beispiel des Historismus dar. Häufig sprach man bei der stilistischen Herkunft der Kirche von einer Palladio-Kirche. Andrea Palladio war ein italienischer Architekt, dessen Vorstellungen auf Adolf Williard großen Einfluss hatten.
Trotz der ungünstigen Lage neben dem unscheinbaren Bahngelände setzt die Kirche ein markantes Zeichen, indem sie sich in die auffälligen Baudenkmäler der Stadt Pforzheim einreiht.
Architekt dieser Kirche ist Adolf Williard (1832-1923) aus Karlsruhe. Schüler von Heinrich Hübsch. Bei einer Reise durch Italien kam er zu der Erkenntnis, dass die neue Architektur in einer Verschmelzung der bisherigen architektonischen Eindrücke liege. So waren es frühchristliche, romanische, gotische, Renaissance-und Barockformen, die diese neue Kirche prägten. Damit stellte sie sich als typisches Beispiel des Historismus dar. Häufig sprach man bei der stilistischen Herkunft der Kirche von einer Palladio-Kirche. Andrea Palladio war ein italienischer Architekt, dessen Vorstellungen auf Adolf Williard großen Einfluss hatten.
Während der im Zweiten Weltkrieg stark beschädigte Bau nach Kriegsende wiederhergestellt wurde, ging von der ehemaligen Innenausstattung viel verloren.
Die St. Franziskuskirche ist eine dreischiffige Säulenbasilika mit Emporen über den beiden Seitenschiffen. Die Kirche ist geostet, sie verläuft also vom Eingang im Westen zur Apsis im Osten. Der Chorraum ist durch die fünf Fenster der Apsis der Morgensonne zugänglich.
Das Äußere der Kirche ist so gestaltet, dass man die innere Struktur des Kirchenraumes schon erahnen kann. Die Fasadengliederung aus rotem Pfinztäler Sandstein spiegelt den basilikalen Querschnitt der Kirche wieder. Die Mitte der Westfassade ist ebenfalls wie das Innere der Kirche dreigeschossig angelegt und von einem flachen Giebel mit einem auf dem Dach stehenden Kreuz versehen. Besonders betont wird der Giebel durch ein starkes Gesims und ein Rundfenster, das auffällig in den Giebel eingerahmt ist und seine ganze Mitte bedeckt. Die über die Seitenschiffe und die Emporen hinaufführende rechteckige Fläche wird in der Mitte von einer großen Rosette ausgefüllt.
In einer großzügigen Treppenanlage stehen die Pfeiler der Arkade, die in die Vorhalle und zu den drei Portalen führt, den Hauptzugängen zur Kirche. Darüber sind in der Emporenebene in einer von zwei starken Gesimsen begrenzten rechteckigen Fläche Heilige und Selige in jeweils einer Nische dargestellt: links der heilige Konrad, Patron des früheren Bistums Konstanz, in der Mitte der heilige Franziskus, der Patron dieser Kirche, und rechts der selige Bernhard von Baden. Als badischer Markgraf residierte er 1454 in Pforzheim, übertrug dann die Regentschaft seinem Bruder Karl und starb 1458 in Oberitalien.
Der 64 Meter hohe Turm wurde in seiner Gliederung eng der Kirche angepasst. Die drei Stufen der Längsfassaden (Seitenschiff, Empore, Gewölbe) finden sich auch in der Struktur des Turmes.
Wenn man durch den Haupteingang im Westen in die Kirche eintritt, steht man vor einer feierlichen Pracht von mächtigen Säulen und geschwungenen Gewölben. Die Säulen laden den Besucher ein, an ihnen entlang den Raum der Kirche zu beschauen und zu durchschreiten und an der inneren Bewegung von unten nach oben teilzunehmen. Die Säule wird damit Bindeglied zwischen Erde und Himmel.
Die Rundungen über den Säulen führen die Bewegung von unten nach oben weiter und bringen sie vom Rundgewölbe wieder zurück zur Erde wie das Wasser einer Fontäne. Dem Leben des Menschen entsprechen diese Konturen. Im Aufsteigen und Hinuntergleiten ereignet sich der Raum der Seele. In diese Bewegung ist der ganze Mensch mit all seinen Sinnen und Ahnungen hineingenommen.
Säulen und Bögen bestimmen den ganzen Raum der St. Franziskuskirche. Über die Säulen im Kirchenschiff spannen sich die Halbkreisbogen und bilden weite Arkaden. In den darüber liegenden Emporen entspricht eine dreibogige Arkatur einem Joch in der unteren Zone. Die Belichtung des Mittelschiffs erfolgt durch mächtige Obergadenfenster. Den Mittelraum überspannt ein Tonnengewölbe mit Gurtbögen. Eine Harmonie von Säulen und Arkaden prägt so den imposanten Raum der Kirche.
Der Chor ist erhöht und durch beidseitig eingestellte Säulen an den Stufen, die zum Chor hinaufführen, betont (Palladio-Motiv).Durch diese Säulen werden Chor und Schiff stark gegliedert und zueinander in einen Raumdialog gebracht.
Der Altar, ein quadratischer roter Sandsteinblock von fünf Tonnen, geschaffen von dem Münchner Bildhauer Wilhelm Müller (geb. 1926), wurde bei der Kirchenrenovation 1996 von der Apsis weg in das Zentrum des Baldachins gerückt und um einige Stufen zur Gemeinde hin heruntergestellt. Die Gedanken des Zweiten Vatikanischen Konzils wurden hier weiterentwickelt, dass der Altar als Tisch nicht nur zur Gemeinde hin geöffnet, sondern auch stärker in die Gemeinde eingebunden werden soll.
Der Altar, ein quadratischer roter Sandsteinblock von fünf Tonnen, geschaffen von dem Münchner Bildhauer Wilhelm Müller (geb. 1926), wurde bei der Kirchenrenovation 1996 von der Apsis weg in das Zentrum des Baldachins gerückt und um einige Stufen zur Gemeinde hin heruntergestellt. Die Gedanken des Zweiten Vatikanischen Konzils wurden hier weiterentwickelt, dass der Altar als Tisch nicht nur zur Gemeinde hin geöffnet, sondern auch stärker in die Gemeinde eingebunden werden soll.
Die Glasfenster wurden von Franz Dewald (1911-1990) in den sechziger Jahren geschaffen. Während das Heilsgeschehen Jesu in den fünf Fenstern an der Apsiswand dargestellt wird, ist der „Sonnengesang“ des heiligen Franziskus Thema der Glasfenster in den Seitenschiffen. Die Fenster im Obergaden und die Rundfenster der Seitenemporen sind weitgehend hell gehalten, versehen mit einigen leicht farbigen Linien und Konturen, um das Licht möglichst intensiv in das Gewölbe der Kirche eindringen zu lassen.
Die Darstellung des Heilsgeschehens an der Chorwand beginnt beim linken Fenster mit dem öffentlichen Auftreten Jesu beim Hochzeitsmahl zu Kana, bei dem er Wasser in Wein verwandelte. Das nächste Fenster hat in der oberen Hälfte die „Auferweckung des Lazarus“, in der unteren Hälfte das „Letzte Abendmahl“ zum Thema. Im Mittelfenster des Chors thront in leuchtendem Rot Christus im Purpurmantel; um ihn ein Strahlenkranz, die Mandorla, neben ihm die Gestirne und unter ihm die Symbole der Evangelisten. Quelle dieses Bildes ist die Vision des Propheten Ezechiel. Hier wird von einer Gestalt gesprochen, die auf einem Throne sitzt, eingehüllt von feurig glänzendem Licht, umgeben von vier Wesen, deren Angesicht einem Menschen, einem Löwen, einem Stier und einem Adler gleicht.
Tod und Auferstehung werden in einem einzigen Fenster, dem Fenster rechts vom Mittelfenster, „zusammengeschaut“. Tod und Auferstehung sind in ihrer Mitte, in ihrem tiefsten Wesen eins. Der Tod ist nicht das Ende im Leben Jesu. Er mündet hinein in die Auferweckung, in die neue Seinsweise Jesu. Im letzten Fenster geht es um das Ereignis von Pfingsten, Die Frohe Botschaft vom Heiligen Geist führt in das Geheimnis des Glaubens hinein und hilft den Weg in die Vollendung zu gehen. Maria mit ihrem blauen Gewand bildet in diesem Fenster die Mitte. Um sie herum Menschen, vielleicht die Apostel, die vom Heiligen Geist, von Zungen wie von Feuer , erfüllt sind.
Die Fenster in den Nebenschiffen sind dem Leben und dem „Sonnengesang“ des heiligen Franziskus gewidmet. Das zweite Fenster in der Nähe des Tabernakel-Altars, das in einer kräftigen Bildersprache aus dem Leben des Heiligen erzählt, scheint die Thematik dieser Seitenschiff-Fenster anzugeben. Die wichtigsten Ereignisse im Leben des Franziskus werden in diesem Fenster in drei Bildebenen dargestellt: Der begnadete Beter Franziskus gerät in Verzückung und wird emporgehoben. In der mittleren Bildebene predigt er den Vögeln, in der unteren träumt Papst Innozenz III., dass die Mutterkirche der Christenheit wankt, während ein kleiner, armer Ordensmann – Franziskus – sie stützt.
In den übrigen Fenstern erscheint in hell gehaltenen, meist grünen und braunen Pastellfarben eine Fülle von Formen, Zeichen und Symbolen. Sie erinnern an traumhafte Begegnungen in der Natur und der Schöpfung, wie sie vom heiligen Franziskus erfahren wurden.
Besonders beliebt in der Gemeinde ist die im nördlichen Seitenschiff aufgestellte, holzgeschnitzte und farbig gefasste Muttergottes mit dem Jesusknaben auf dem Arm. Die Herkunft und historische Einordnung der Statue ist noch unklar.
Ein Kleinod in der Ausstattung der St. Franziskuskirche ist der Kreuzweg, geschaffen von der Pforzheimer Künstlerin Gisela Bär (1920-1991). Auf vier großen Reliefbronzetafeln in der vorderen Hälfte an den Außenwänden der Seitenschiffe - vor dem Marienaltar bzw. dem Tabernakel – ist das Geschehen des Leidens Jesu dargestellt. Die Ereignisse, die in vierzehn Stationen den Kreuzweg durchschreiten, wurden von Gisela Bär zu einer Komposition auf vier Tafeln zusammengefügt. Die rechteckigen Tafeln brechen an einer Stelle jeweils ein Stück nach oben und unten aus, sodass die Tafeln die Form eines Kreuzes annehmen.
Ein Kleinod in der Ausstattung der St. Franziskuskirche ist der Kreuzweg, geschaffen von der Pforzheimer Künstlerin Gisela Bär (1920-1991). Auf vier großen Reliefbronzetafeln in der vorderen Hälfte an den Außenwänden der Seitenschiffe - vor dem Marienaltar bzw. dem Tabernakel – ist das Geschehen des Leidens Jesu dargestellt. Die Ereignisse, die in vierzehn Stationen den Kreuzweg durchschreiten, wurden von Gisela Bär zu einer Komposition auf vier Tafeln zusammengefügt. Die rechteckigen Tafeln brechen an einer Stelle jeweils ein Stück nach oben und unten aus, sodass die Tafeln die Form eines Kreuzes annehmen.
Eine umfassende Kirchenrenovation und ein technischer Neubau der Orgel mit klanglicher Neugestaltung und Erweiterung geben der Franziskuskirche seit 1996 ein neues, erfreuliches Aussehen und einen beeindruckenden Klangcharakter. Die beiden Künstler, Eva und Frido Lehr aus Karlsruhe, haben einfühlsam durch ihre neue Farbgestaltung der Kirche ein sehr ansprechendes und geglücktes Aussehen gegeben. Die farbige geometrische Ornamentik ordnet sich der Herrschaft der Architektur unter, die sie gleichzeitig betont.
Orgelbaumeister Karl Göckel ist mit der Erweiterung der Orgel ein Werk gelungen, mit dem man klassische und zeitgenössische Orgelwerke brillant aufführen kann. „So hat ein bedeutendes Instrument aus einer der bedeutendsten Orgelwerkstätten Deutschland, das als künstlerisches Zeitzeugnis für unsere Orgellandschaft von großer Wirkung ist, noch eine wesentliche Aufwertung erfahren, die gleichwohl die Identität dieses nach wie vor als „Steinmeyer-Orgel“ zu geltenden Instruments nicht zerstört. (Mathias Kohlmann)
Trotz der für den Historismus typischen Spiritualität ist der Kirchenbau in seiner Gesamtwirkung von großer Homogenität. Dazu tragen auch die gelungenen Proportionsverhältnisse bei.
Durch das Zusammenschwingen von Raum und Klang, von Stille und Gesang, von Liturgie und Musik ist eine Einheit in dieser Kirche geglückt, die die Menschen zum Erlebnis spiritueller Atmosphäre geradezu einlädt.
Orgelbaumeister Karl Göckel ist mit der Erweiterung der Orgel ein Werk gelungen, mit dem man klassische und zeitgenössische Orgelwerke brillant aufführen kann. „So hat ein bedeutendes Instrument aus einer der bedeutendsten Orgelwerkstätten Deutschland, das als künstlerisches Zeitzeugnis für unsere Orgellandschaft von großer Wirkung ist, noch eine wesentliche Aufwertung erfahren, die gleichwohl die Identität dieses nach wie vor als „Steinmeyer-Orgel“ zu geltenden Instruments nicht zerstört. (Mathias Kohlmann)
Trotz der für den Historismus typischen Spiritualität ist der Kirchenbau in seiner Gesamtwirkung von großer Homogenität. Dazu tragen auch die gelungenen Proportionsverhältnisse bei.
Durch das Zusammenschwingen von Raum und Klang, von Stille und Gesang, von Liturgie und Musik ist eine Einheit in dieser Kirche geglückt, die die Menschen zum Erlebnis spiritueller Atmosphäre geradezu einlädt.

