Chronologie

der Partnerschaft zwischen den Gemeinden Unserer Lieben Frau in Pforzheim Dillweißenstein und Nuestra Señora de Fátima in Acomayo-Ica / Peru

 
  • Im Herbst 1991 hatten Jugendliche aus der Pfarrei Unserer Lieben Frau die Idee, mit einer Gemeinde in Peru eine Partnerschaft einzugehen. Im Jahr darauf wird die Partnerschaft offiziell besiegelt.
     
  • 1993 beschließt die Gemeinde Liebfrauen, in der Partnergemeinde Nuestra Señora de Fátima ein größeres Projekt zu unterstützen: den Bau, die Einrichtung und den ärztlichen Betrieb eines ambulanten Gesundheitszentrums „Casa de Salud". Dazu gehört auch ein Labor zur Herstellung traditioneller Naturmedizin.
     
  • 1994 wird in der Gemeinde ein Ausschuss „Partnerschaft Peru" gebildet. Er hält den Kontakt zur Partnergemeinde, organisiert die Projekte zur finanziellen Unterstützung und informiert die Gemeinde Liebfrauen über die Geschehnisse in der Partnergemeinde.

  • In den folgenden Jahren besuchen die Pfarrer der Partnergemeinde, Padre Miranda und Padre Rojo, die Gemeinde Liebfrauen. Aus „erster Hand" berichten beide, was durch die Unterstützung aus Pforzheim segensreich in Acomajo entstanden ist.
    Immer wieder wird jedoch die unermüdliche Aufbauarbeit der beiden spanischen Priester durch Naturkatastrophen beeinträchtigt: 1994: Überschwemmung im Gebiet um Ica, 1996 Erdbeben um Ica, 1998 Überschwemmung von Ica und Umgebung durch eine verheerende Schlammlawine infolge von „EL NIÑO", 2007 schweres Erdbeben in der Region Ica. Jedes Mal wird auch das Siedlungsgebiet der Partnergemeinde in Acomayo  schwer zerstört. Die Gemeinde Liebfrauen hilft beim Wiederaufbau durch erhebliche Sonderzahlungen.

  • 2002 besuchen Herr Berger und Herr Jäger die Partnergemeinde. So werden erstmals direkte Kontakte zwischen den Gemeindemitgliedern „hüben und drüben" möglich.
    In den Zwischenjahren werden mit Unterstützung der Liebfrauengemeinde zahlreiche kleine Häuser und 2 integrale Kinderzentren in erdbebensicherer Bauweise errichtet.
     
  • 2005 können sich 5 junge Peruaner aus Acomayo anlässlich des Besuchs des Weltjugendtages in Köln auch in Pforzheim und der Gemeinde Liebfrauen einige Tage aufhalten. Eine herzliche Begegnung und wieder Informationen aus „erster Hand". Herr Berger besucht im gleichen Jahr für mehrere Wochen die Pfarrei in Acomayo, ebenso 2009.

  • 2010 gelingt es, anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Liebfrauenkirche und -gemeinde 4 Mitglieder aus der Partnergemeinde in Peru für 3 Wochen nach Liebfrauen einzuladen. Es kommt zu vielen „offiziellen" Begegnungen in unserer Stadt und zu einer großen Zahl herzlicher Zusammenkünfte mit der Partnerschaftsgruppe und der Gemeinde.

  • 2011 unterstützt die Liebfrauengemeinde  Familien in Acomayo beim Aufbau ihrer Existenz durch die Beschaffung von 8 Verkaufswagen, die Speisen und Getränke anbieten.

  • In den Jahren 2014 und 2017 besuchen Frau Hemrann-Schick und Herr Berger wieder für mehrere Wochen die Partnergemeinde. Bei diesen Reisen werden vor allem schwerbehinderte Kinder und Jugendliche behandelt und ihre dauerhafte Betreuung organisiert.

  • 2017 wird das vom Staat wegen Überalterung geschlossene Naturmedizin-Labor wieder neu eingerichtet und mit den erforderlichen Lizenzen ausgestattet.
    In diesem Jahr kann auch das 25jährige Jubiläum unserer Partnerschaft gefeiert werden, vor allem mit zeitgleichen Gottesdiensten in beiden Gemeinden. Bis zu diesem Zeitpunkt war es möglich, die Seelsorge in unserer Partnergemeinde sowie die Arbeit der Krankenstation mit insgesamt ca. 340.000.- € aus Spendengeldern zu unterstützen.


  • Ab 2017 wird jedes Jahr eine Gruppe von bis zu 100 an TBC erkrankten Personen (meist Kinder) betreut, d.h. mit Lebensmitteln, Medikamenten, Vitaminen und Untersuchungen versorgt. Fast alle können jeweils zum Jahresende als geheilt entlassen werden.

  • Im Februar 2018 stirbt überraschend  P. Victor Atuncar (58 J.), seit 2014 der zuständige Pfarrer unserer Partnergemeinde. Als sein Nachfolger kommt  P. Antonio Campos (30 J.), der seit 2017 als Vikar in der Filialpfarrei San Martin tätig war.

  • Im Sommer 2019 gibt es erneut die Möglichkeit, eine Gruppe von 4 Mitgliedern unserer Partnergemeinde (einschl. P. Campos) für einen dreiwöchigen Besuch in die Gemeinde Liebfrauen einzuladen.

  • Ab dem Jahr 2019 wird die Arbeit der Krankenstation erheblich ausgebaut, eine Covid-Station sowie eine Volksküche gegen die pandemiebedingte Hungersnot werden eingerichtet sowie Gesundheitsaktionen in abgelegenen Siedlungen durchgeführt, was zusätzliche Unterstützung durch unsere Gemeinde erfordert.

  • Juli 2022
Nach 15 Jahren Arbeit in der Werkstatt müssen wir uns von dieser Einrichtung verabschieden. In dieser langen Zeit wurde viel erwirtschaftet für den Verkauf zugunsten unserer Partnergemeinde in Acomayo/Ica in Peru. Unsere Geschwister dort haben immer wieder mit großer Dankbarkeit unsere Spenden für das Gesundheitszentrum und viele andere Projekte entgegengenommen. Unsere finanziellen Hilfen wurden dort eingesetzt, wo sie für die Kranken gebraucht wurden.
 
Nun heißt es Abschied nehmen und das aus vielerlei Gründen.
 
Von der Prüfanstalt, die alle zwei Jahr die elektrischen Geräte und Installationen aller öffentlich Einrichtungen überprüft, wurde uns noch eine „Gnadenfrist“ bis zum Jahresende zugesagt . Von da an dürfen die elektrisch betriebenen Maschinen nicht mehr genutzt werden, ohne dass erheblich aufwändige Umbauten erfolgen müssten, z.B. ein eigenes Stromverteilungssystem für die Werkstatt. Dazu wären einige tausend Euro aufzubringen.
Überdies wird das bisherige Team aus Alters- und Gesundheitsgründen zum Jahresende seine Tätigkeit beenden.
Schließlich benötigt der Kindergarten bzw. die Kindertagestätte mehr Raum, da die Anfrage nach Betreuungsplätzen stetig steigt.
 
Wir würden uns freuen, wenn Ihre großzügige Spendenbereitschaft auch weiterhin für unsere Partnergemeinde erhalten bleibt.  Dies wünscht sich
 
Für das Team der Mehrgenerationen-Werkstatt
Rolf Jäger