Fronleichnam

Quelle: Silke Fux (Bild KI-generiert)

Fronleichnam (das „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“) ist ein zentrales katholisches Fest, an dem die bleibende Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie (Brot und Wein) gefeiert wird. Es fällt stets auf den zweiten Donnerstag nach Pfingsten, genau 60 Tage nach Ostern. Der Name leitet sich vom mittelhochdeutschen Begriff „vrône lîcham“ ab, was „Leib des Herrn“ bedeutet. Während das letzte Abendmahl am Gründonnerstag in der Karwoche begangen wird, steht an Fronleichnam die öffentliche Verehrung des Allerheiligsten (der geweihten Hostie) im Mittelpunkt.
 
Auch eine Prozession gehört traditionell zu Fronleichnam. Die Gläubigen ziehen betend und singend durch die Straßen. Dabei trägt der Priester eine kostbare Monstranz (ein liturgisches Schaugefäß) unter einem Stoffhimmel, in der die geweihte Hostie sichtbar ist. Oft werden die Prozessionswege mit aufwendigen Blumenteppichen geschmückt. Die Prozession macht traditionell an vier verschiedenen Stationen (Altären) Halt, die für die vier Himmelsrichtungen stehen. Dort wird gebetet und der Segen erteilt.
 
Text : Silke Fux