Ein Blick in die Arbeit der Notfallseelsorge (Mai 2026)


(von Regina Wacker, Leiterin der NFS Enzkreis/Pforzheim)
 
Der 17.05.26 war ein aufregender Tag für Pforzheim.

Der Fund eines tonnenschweren Blindgängers aus dem 2. Weltkrieg und die damit verbundene Entschärfung hielt viele Menschen in Atem. Schon früh an diesem Sonntagmorgen mussten rund 30.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen, damit am Nachmittag Mitarbeitende des Kampfmittelbeseitigungsdienstes die Bombe entschärfen konnten. Weit über 1.500 Einsatzkräfte waren in diesen Einsatz eingebunden, darunter auch 20 Kolleg:innen der Notfallseelsorge. 
Unsere Aufgabe war es, in den Notunterkünften, die für die Evakuierten als Aufenthaltsort eingerichtet wurden, als Gesprächspartner:innen zur Verfügung zu stehen. 
Und so fanden sehr viele Gespräche statt: zur Evakuierung selbst, über das, was man an diesem Tag zurücklassen musste, über die Sorgen, die mit der Bomben-Entschärfung verbunden sind. Und natürlich auch über den Alltag und das, was die Menschen sonst so bewegt. Zeit war ausreichend vorhanden, bis am Nachmittag gegen 15 Uhr vermeldet wurde: Die Bombe ist entschärft, die Menschen können zurück in ihre Wohnungen. 
Neben dem Einsatz in den Notunterkünften war auch eine Notfallseelsorge-Kollegin im Führungsstab der Stadt Pforzheim vertreten, um die Lage aktuell mitzuverfolgen und bei Bedarf weitere Unterstützung zu organisieren. 
Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass das übliche „Tagesgeschäft“ der NFS weiterlief. Dafür übernahmen weitere 6 Kolleg:innen die Rufbereitschaft. 
So war das NFS-Team am Sonntagabend gleichermaßen geschafft wie auch stolz und zufrieden, dass die Aufgabe, Menschen in Not zu unterstützen, gut bewältigt werden konnte. 
 
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